Die Physikalische Therapie im BETHESDA Krankenhaus hat eine lange Tradition. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg konnte das Haus auf dieses Angebot verweisen. Heute wird die Abteilung, die aus einem Team von acht Masseuren bzw. fachlich ausgebildeten Mitarbeitern besteht, von dem Physiotherapeuten, Masseur und medizinischen Bademeister Gerhard Willing geleitet.
Wassergymnastik
Die Physikalische Therapie bietet sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich Leistungen an, wie Behandlungen mit Fangoparaffin oder Bäder mit Zusatz. Sie nutzt die Eigenschaften des Wassers in Form von verschiedenen Bewegungstherapien und Massagen. Weitere Behandlungstherapien sind Inhalation, Bestrahlung, Wärmetherapie, Elektrotherapie und klassische Massagen.
Auch Wirbelsäulengymnastik im Wasser, Funktionsgymnastik im Wasser bei Rheumaerkrankungen, Wassergymnastik nach Hüft- und Beinoperationen und Wassergymnastik nach Schulter- und Armoperationen gehören zum Programm.
- Sie erreichen uns telefonisch unter 0203 6008-1732, montags bis freitags von 7.15 bis 16.30 Uhr.
Wir bieten auch ambulante und stationäre Behandlungen durch Lymphdrainage, Entstauungstherapie und Kompressionsbehandlungen an
Ein so genanntes sekundäres Lymphödem kann nicht nur durch Verletzungen wie z.B. Quetschungen, Verrenkungen etc. entstehen, sondern auch nach Operationen. Insbesondere nach operativen Eingriffen in der Orthopädie oder in der Chirurgie (z.B. nach Hüft-, Knie- oder Schulteroperationen) können Lymphstauungen in den Armen oder Beinen entstehen. Durch die Lymphdrainage erreichen wir einen sichtbaren Rückgang der Stauung, eine verbesserte Wundheilung und einen schnelleren Abbau des Blutergusses.
Die häufigste Ursache für ein sekundäres Lymphödem ist die operative Entfernung von Lymphknoten bei bösartigen Tumoren. Die Krebszellen besitzen die Eigenschaft, über die Lymphgefäße zum nächsten Lymphknoten zu wandern und Metastasen zu bilden. Darum wird nicht nur der Tumor entfernt, sondern auch angrenzende Lymphknoten. Hier kann die Lymphdrainage effektiv eingesetzt werden.
Durch die manuelle Lymphdrainage und durch Entstauungsgriffe kann die Lymphflüssigkeit aus dem geschwollenen Bereich in funktionstüchtige Bereiche des Lymphgefäßsystems verschoben werden. Die kontinuierliche Behandlung des Lymphödems bei Tumorpatienten darf nicht unterschätzt werden. Es werden mehrere Ziele verfolgt: intakte Lymphgefäße zu mehr Leistung zu aktivieren, sollen sich neue Lymphgefäße bilden, sich an intakte Lymphgefäße anschließen, lymphpflichtige Last soll von der gesunden Körperhälfte übernommen werden, Schmerzlinderung bei starken Ödemen, verbunden mit einem Spannungsgefühl bzw. Schmerzen, soll erreicht werden. Außerdem gehört eine regelmäßige Pflege zum Schutz der Haut dazu, um Infektionen und Entzündungen zu verhindern. Weiterhin ist eine Kompression durch elastische Binden bzw. ein auf Maß angefertigter Strumpf sehr wichtig.
Zum Schluss eine Empfehlung: Regelmäßige Bewegungsübungen fördern die Entstauungen. Unsere Lymphtherapeuten stehen Ihnen gerne kompetent zur Seite.