Die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie bietet das gesamte Spektrum bei der Behandlung von Notfallpatienten mit frischen Verletzungen, die Korrektur von Verletzungsfolgen sowie die operative Behandlung gut- und bösartiger Tumoren oder von Metastasen des Bewegungsapparates (Gelenke und Knochen) bei Erwachsenen und Kindern.
Operative Versorgung eines Oberarmkopfbruches
Bei Gelenkverletzungen steht dem Patienten ebenfalls ein weites Spektrum moderner arthroskopischer Behandlungsmaßnahmen als ambulante und stationäre Behandlung zur Verfügung, wie die „Reparatur“ eines Meniskus durch eine Naht oder die Wiederherstellung einer gerissenen Schultergelenkskapsel (Rotatorenmanschette).
Aufwendige Rekonstruktionen von Knochen- und Weichteildefekten nach Unfällen können dem Patienten ebenso wie die operative Behandlung von Wirbelsäulen- und Beckenbrüchen angeboten werden. Als neue Operationsverfahren sind für die Behandlung von bestimmten Knochentumoren die sog. Radiofrequenztherapie (Zerstörung eines Tumors durch Hitze über eine in den Tumor eingebrachte Sonde) und für osteoporotisch bedingte Wirbelkörperbrüche die Ballonkyphoplastie (Abstützen eines Wirbelkörpers durch Einbringen von Knochenzement) als weitere innovative Operationstechniken eingeführt worden.
Notfallambulanz
Etwa 10 000 unfallchirurgische Patienten werden jährlich in der Zentralambulanz des BETHESDA behandelt. Im Rahmen der Zulassung und Beteiligung am Durchgangsarzt- und Verletzungsartenverfahren werden jährlich ca. 1600 Arbeitsunfälle ambulant und stationär behandelt.
In verschiedenen Sprechstunden (Tumorsprechstunde, Gelenksprechstunde, BG-Sprechstunde bei Arbeitsunfällen, Handsprechstunde, Kassenärztliche- und Privatsprechstunde) erfolgt die Behandlung und Betreuung der Patienten durch das Ärzteteam. Durch die Anwesenheit von kompetenten Ärzten rund um die Uhr ist das hohe Niveau der Patientenversorgung in der stationären und ambulanten Versorgung gewährleistet.
Im Rahmen der Fort- und Weiterbildung erfolgen wöchentliche Weiterbildungsseminare für die Studenten im Praktischen Jahr. Weiterhin wird gemeinsam mit den Kollegen aus der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie eine wöchentliche Fortbildungsveranstaltung auch mit eingeladenen Rednern durchgeführt. Der Besuch von nationalen und internationalen Kongressen und Seminaren ist für die Mitarbeiter eine Verpflichtung. Derzeit erfolgt die Erarbeitung so genannter „Path-Ways“ (Behandlungsstandards), um die Abläufe in der Klinik zu verbessern. Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen gewährleistet eine optimale Betreuung der Patienten in der vor- und nachstationären Zeit.