Darmkrebszentrum Duisburg-Mitte eingerichtet

Der Dickdarmkrebs gehört mit etwa 50 000 bis 60 000 Neuerkrankungen pro Jahr zu den in Deutschland häufigsten Krebserkrankungen. Noch immer sterben sehr viele Menschen daran: etwa 50% der Patienten im weiteren Verlauf der Erkrankung. Dies soll sich durch verbesserte Früherkennung und Optimierung der Therapie ändern. Die Schwerpunktpraxis von Dr. Ingulf Becker-Boost (Innere Medizin, Hämatologie, internistische Onkologie, Endoskopie, Tumorfrüherkennung) und die Schwerpunktpraxis von Dr. Johannes Peter Selbach und Dr. Jürgen Anhuf (Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie) haben sich aus diesem Grund mit dem BETHESDA Krankenhaus zum "Darmkrebszentrum Mitte" zusammengeschlossen.

Für die Verbesserung der Versorgung von Darmkrebspatienten ist die Einrichtung von spezialisierten Zentren ein wichtiger Baustein. Sowohl die Vorsorge (Prävention) als auch die qualitativ hochwertige Therapie spielen hierbei eine zentrale Rolle, denn eine frühzeitige Diagnosestellung und eine interdisziplinär abgestimmte Therapie können die Heilungschancen wesentlich verbessern.

Das Konzept des neuen Darmkrebszentrums Duisburg-Mitte hebt sich in folgenden Punkten deutlich von anderen Projekten ab:

  • Grundsätzlich freie Wahl für Patienten und Hausärzte in Hinblick auf Ort der Diagnostik, Operation, Strahlen- und Chemotherapie sowie Nachsorge. Es bestehen besonders effektive Kooperationen und gut etablierte Patientenpfade zwischen den genannten Praxen und der Klinik.
  • Bei konkretem Verdacht auf Darmkrebs wird ein rascher Termin zur Endoskopie innerhalb von 7 Tagen vergeben. Vorsorgekoloskopien werden innerhalb von 3-6 Wochen angeboten.
  • Verdächtige Befunde, die nicht sofort endoskopisch abgetragen werden können, werden am selben Tag oder Folgetag zur Vermeidung einer erneuten Darmreinigung endoskopisch oder chirurgisch angegangen.
  • Bei gesicherter Darmkrebsdiagnose erfolgt innerhalb von 5 Tagen die Vorstellung in der chirurgischen Klinik zur Operationsplanung.
  • Die präoperative Vorbereitung und Diagnostik kann ambulant und auch beim niedergelassenen Arzt erfolgen.
  • Postoperativ werden in einer Tumorkonferenz Nachbehandlung und Nachsorge festgelegt.
  • Es werden besondere Maßnahmen wie psychosoziale Betreuung, Diätberatung, genetische Beratung, Perückenberatung oder präventives Gesundheitstraining angeboten.

Informationsaustausch - Grundlage umfassender Betreuung