Nicht nur Autos, sondern auch medizinische Institute und Krankenhäuser werden vom Technischen Überwachungsverein abgenommen. Das heißt: Technisch einwandfrei müssen sowohl die Arbeit als auch das Umfeld der Mediziner sein.

Der Pathologe spielt in der Medizin bei der Diagnose und Therapie vieler Erkrankungen eine entscheidende Rolle. Erst durch die sorgfältige mikroskopische Untersuchung kleinster Gewebsproben ist in vielen Fällen die genaue Einordnung eines Krankheitsprozesses möglich, besonders bei Tumorerkrankungen auch die Planung eines bestimmten Therapiekonzeptes mit Operation, Chemotherapie und Bestrahlung.

Um so wichtiger ist, dass die Qualitätsstandards innerhalb des Pathologischen Institutes höchsten Ansprüchen gerecht werden. Genau dies wird vom TÜV überprüft, der mit spezialisierten Fachleuten inzwischen in regelmäßigen Abständen - meist einmal jährlich - auch medizinische Einrichtungen kontrolliert. Während der diesjährigen zweitägigen Begehung am 17. und am 18. Februar mussten die 50 Mitarbeiter der Pathologie beweisen, dass sämtliche organisatorischen und technischen Abläufe innerhalb des Institutes den strengen Maßstäben des TÜV gerecht werden. So wurden die Betriebsabläufe kontrolliert, Kommunikationswege, Hygiene, der Infektionsschutz für die Mitarbeiter und der Datenschutz der Patienten überprüft. Die Prüfer verschafften sich ein Bild darüber, ob gefährliche Stoffe richtig gelagert werden und kontrollierten im Detail, ob bei einem Unfall auch jeder weiß, was zu tun ist.

Das Pathologische Institut, das seit Januar 2004 von Prof. Claus Dieter Gerharz geleitet wird, hat zum fünften Mal in Folge mit Bravour das begehrte TÜV-Prüfsiegel errungen. Für den Patienten bedeutet dieses Prüfsiegel vor allem immer wieder: Sicherheit.