Unsere Stillberaterin Hilla Theisen ist montags bis freitags von 9.30 bis 17 Uhr im Haus zu erreichen und steht Ihnen bei allen Fragen und Problemen rund um Ihr Baby und das Stillen zur Seite. Auch nach Ihrer Entlassung hilft sie Ihnen telefonisch unter der Nummer 0203 6008-0 gerne weiter. Regelmäßig finden auch kostenlose Informationsabende zum Thema statt. Treffpunkt ist die Eingangshalle des Krankenhauses.
Infos zum Stillen:
An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Informationen zum Stillen in den ersten Lebenstagen geben. Zuerst trinkt Ihr Kind Ihre wertvolle Vormilch (Kolostrum). Davon sind nur kleine Mengen vorhanden aber sie deckt durch ihren hohen Eiweißgehalt den Nährstoffbedarf Ihres Babys ab. Kolostrum ist reich an Abwehrstoffen gegen die Infektionskrankheiten, die Sie selbst bisher durchgemacht haben. In den ersten Lebenstagen sollten Sie nicht länger als ca. 10 Minuten pro Seite stillen, bis sich Ihre Brustwarzen an das kräftige Saugen gewöhnt haben. Danach können Sie so lange stillen, wie Sie und Ihr Baby es möchten. Suchen Sie sich eine gute und bequeme Anlegeposition und achten Sie darauf, dass Ihr Baby viel von Ihrer Brust in den Mund nimmt. Lassen Sie sich bei den ersten Anlegeversuchen helfen, Stillen will manchmal gelernt sein.
Ihr Baby bekommt immer genug zu trinken, wenn es nach Bedarf gestillt wird. Das klappt am besten, wenn Sie es 24 Stunden am Tag bei sich haben. Wenn Sie aber müde und erschöpft sind, können Sie es selbstverständlich auch in die Obhut der Kinderkrankenschwestern geben. Ihr Baby wird Ihnen dann immer gebracht oder Sie werden informiert, wenn es hungrig ist. Im Durchschnitt trinkt ein Baby alle zwei bis vier Stunden. Einmal am Tag werden alle Babys gewogen. Wenn die Gewichtsentwicklung normal verläuft, können Sie ganz sicher sein, dass Ihr Baby genug Milch bekommt. In den ersten zwei bis vier Tagen nehmen Babys 5 bis 10% Ihres Geburtsgewichtes ab, danach nehmen sie langsam wieder zu (10-30 g pro Tag sind schon genug).
Am dritten bis fünften Tag nach der Geburt haben die Mütter den so genannten Milcheinschuss, das heißt, die Milchdrüsen produzieren jetzt deutlich größere Mengen Milch. Dies kann schmerzhaft sein oder ist kaum zu spüren. Das Pflegeteam hilft Ihnen beim Ausstreichen der Brust. Es gibt Salben, kühlende Umschläge oder auch Akupunktur, sollten Sie Probleme bekommen. Tee ist beim gesunden Kind nicht notwendig, er kann aber z.B. bei Bauchweh oder Blähungen, Körpertemperaturerhöhung oder Gelbsucht eine Hilfe sein. Tee oder Schnuller können auch helfen, wenn das Baby ein sehr starkes Saugbedürfnis, die Mutter aber schmerzende Warzen hat. Beides sollte jedoch sparsam angewendet werden. Glukose (Traubenzuckerlösung) wird nur gegeben, wenn es einen wichtigen Grund dafür gibt, z.B. einen niedrigen Blutzuckerspiegel beim Baby. Kinderarzt und/oder Schwestern informieren Sie hierzu. Andere Nahrung ist normalerweise überflüssig und sollte nur gefüttert werden, wenn es aus medizinischen Gründen unerlässlich ist (bei Krankheit der Mutter, Frühgeborenen o.ä.). Eine immer wieder beobachtete Auffälligkeit stellt die Neugeborenengelbsucht dar. Sie kann die Babys sehr schläfrig machen und es kann zu vorübergehenden Trinkschwierigkeiten kommen. Ärzte und Schwestern informieren Sie auf Wunsch ausführlicher über Entstehung und Behandlung dieses Symptoms. Die Mütter sollten die Babys nach spätestens drei oder vier Stunden zum Stillen wecken und möglichst viel ans Fenster stellen. Die natürliche UV-Strahlung hilft, Bilirubin abzubauen.
Nach einem Kaiserschnitt sind die ersten zwei bis drei Tage sicherlich nicht ganz einfach. Sie brauchen Geduld mit sich selbst und wahrscheinlich viel Hilfe beim Anlegen. Sie werden sich aber sicher schnell erholen und bald ist fast alles wie nach einer normalen Geburt. Wenn Sie ein frühgeborenes oder krankes Kind haben, können die Empfehlungen zum Stillen immer nur ganz individuell gegeben werden, in Absprache mit Arzt und Kinderkrankenschwestern. Falls das Kind zu schwach zum Trinken an der Brust ist, sollten Sie Ihre Milchproduktion durch regelmäßiges Abpumpen aufrecht erhalten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die meisten Kinder mit ein wenig Hilfe und Geduld auch nach längerem Fläschchen trinken noch gut lernen können, an der Brust zu trinken. Behalten Sie Ihren Mut, Selbstvertrauen und Optimismus!
Wir wünschen Ihnen sehr, dass Ihnen das Stillen Freude macht und natürlich möglichst wenig Probleme. Sollte es einmal schwierig sein, denken Sie daran, dass das in den ersten Lebenswochen häufig so ist. Sie brauchen Geduld und Zuversicht. Alles muss sich einspielen, Eltern und Kind müssen sich langsam kennenlernen, bald ist alles einfacher. Nur Mut und viel Spaß mit Ihrem Baby!
Ihr BETHESDA-Pflegeteam
Stillgruppe in Duisburg-Duissern: Evangelische Familienbildungsstätte
Hinter der Kirche 34, jeden zweiten und vierten Donnerstag um 16.30 Uhr mit Hilla Theisen
Telefonische Stillberatung
Christiane Baum: 02151 396039
Hannelore Dangeleit: 02845 2379
Simone Frühauf: 02841 61630
Uta Greis: 0203 587414
Silke Lehr: 02855 15615
Petra Meck: 02065 64299
Dagmar Milde: 0203 56140
Susanne Koza: 02064 58684
Susanne Nebelsieck: 02855 15948
Marika Nosek: 02065 59949
Hilla Theisen: 0203 6008-0 oder 0203 481813
