Radiosynoviorthese

Dauer: 3 - 6 Stunden
Vorbereitung: Vorgespräch, aktuelle Skelettszintigraphie sollte vorhanden sein
 
Radiosynoviorthese bei entzündlichen Gelenkerkrankungen
Die Radiosynoviorthese (Wiederherstellung der Gelenkschleimhaut mit Hilfe von radioaktiven Isotopen) wird seit über 20 Jahren mit großem Erfolg zur Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen eingesetzt.

Vorbereitungen:
Eine sonographische Untersuchung des Gelenkes gibt Auskunft über Lage und Ausmaß eines eventuell vorhandenen Ergusses.
Ein Skelettszintigramm wird bei allen Patienten vor einer geplanten Radiosynoviorthese durchgeführt. Hierdurch kann das Ausmaß und die Lokalisation der Gelenkschleimhautentzündung beurteilt werden.

Ablauf der Radiosynoviorthese:
Die Haut über dem betreffenden Gelenk wird zunächst desinfiziert. Unter sterilen Bedingungen wird mit einer Nadel eine örtliche Betäubung und gleichzeitig eine Gelenkpunktion durchgeführt (häufig unter Röntgen-Durchleuchtung und Kontrastmitteldarstellung des Gelenkraumes). Die radioaktive Substanz wird dann in den Gelenkraum gespritzt. Hierdurch werden die Gelenkschleimhaut bestrahlt und oberflächliche verdickte Schichten zerstört ohne das Knorpelgewebe zu schädigen. Die Bestrahlung bleibt auf die Gelenkschleimhaut beschränkt, da die Strahlung der verwendeten radioaktiven Substanzen eine kurze Reichweite von maximal wenigen Millimetern hat.
Nach der Radiosynoviorthese muss das behandelte Gelenk für mindestens 48 Stunden ruhig gestellt werden.

Nebenwirkungen:
Vorübergehend kann ein Reizerguß entstehen, der fast immer mit kalten Umschlägen und absoluter Ruhigstellung zu lindern ist.
Bitte verständigen Sie bei stärkeren und anhaltenden Schmerzen Ihren Arzt!

Allgemeine Risiken der Gelenkpunktion:
In seltenen Fällen:
• eine Verletzung von Arterien, Venen und Nerven
• eine Blutung infolge erhöhter Blutungsneigung
• eine Gelenkinfektion

Behandlungserfolg:
In der Regel ist der endgültige Erfolg der Behandlung erst nach 3-4 Monaten zu beurteilen. Doch viele Patienten geben bereits nach wenigen Tagen eine Schmerzlinderung und Rückbildung der Schwellung an.