MIBG-Scan

Dauer: Die Untersuchung kann über 2 Tage gehen; der Patient darf in der Zwischenzeit nach Hause
Vorbereitung: Vorgespräch
 
Der MIBG-Scan ist eine nuklearmedizinische Untersuchung zum Nachweis neuroendokriner Tumoren. J123-MIBG ist ein Noradrenalin-Analogon und wird in den chromaffinen Granula des Nebennierenmarks gespeichert. J123-MIBG wird durch zwei unterschiedliche Mechanismen zellulär aufgenommen. Bei der Typ 1 Aufnahme handelt es sich um einen aktiven von Energie und Natriumkonzentration abhängigen Prozess mit einer hohen Affinität aber einer geringen Kapazität. Bei derTyp 2 Aufnahme handelt es sich um eine passive Diffusion, die von der Natriumkonzentration unabhängig ist und keine Sättigung zeigt.

Was ist die Indikation für diese Untersuchung?
Mittels der Nebennierenmarks-Szintigraphie mit J123-MIBG können Tumoren des Nebennierenmarks untersucht werden. Im Nebennierenmark werden die sogenannten Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin synthetisiert. Die vom Nebennierenmark ausgehenden Tumoren sind überwiegend bösartig (Neuroblastom, Phäochromozytom)

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?
Es wird eine geringe Menge an 123J-meta-Jodobenzylguanidin (MIBG) injiziert. Nach etwa 4 und 24 Stunden werden Ganzkörper-Aufnahmen im Liegen durchgeführt. Dazu fährt die Gamma-Kamera Sie einmal von Kopf bis Fuß ab und im Anschluss daran werden Einzelaufnahmen von Thorax und Abdomen gemacht.

Wie wird die Untersuchung vertragen?
Als Nebenwirkungen der Untersuchung können Tachykardie , Palpitationen und ein vorübergehender Blutdruckanstieg auftreten. Desweiteren können Überlkeit , Erbrechen, Diarrhoen und Bauchkrämpfe beobachtet werden.

Ist die Untersuchung mit einer Strahlenbelastung verbunden?
Da die Substanz radioaktiv markiert ist, ist die Untersuchung mit einer (sehr kleinen) Strahlenbelastung verbunden (effektive Dosis: 4.8 mSv/370 MBq)

Muss man für die Untersuchung nüchtern sein?
Sie müssen für die Untersuchung nicht nüchtern sein.

Wann kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden?
Wenn Sie schwanger sind, kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden, um die Leibesfrucht nicht zu gefährden. Bei stillenden Müttern kann die Untersuchung grundsätzlich durchgeführt werden. Hier ist jedoch eine Stillpause erforderlich.