Schilddrüsenknoten

Der Schilddrüsenknoten ist ein tastbarer und/oder mit den bildgebenden Verfahren (üblicherweise Ultraschall) abgrenzbarer Herdbefund im Schilddrüsengewebe mit oder ohne Funktionsstörung (Hypothyreose oder Hyperthyreose). Generell sind Schilddrüsenknoten mit einem Durchmesser größer als 1 cm abklärungsbedürftig, ebenso wie kleinere Knoten bei klinischem und/oder sonographischem Verdacht auf Bösartigkeit.


Bei Verdacht auf eine Schilddrüsenfehlfunktion oder Nachweis eines Knotens in der Schilddrüse sollten eine komplette Anamnese und die körperliche Untersuchung mit Inspektion und Abtastung der Schilddrüse sowie der Hals-Lymphknoten durchgeführt werden. In Kenntnis von Anamnese und orientierendem körperlichen Untersuchungsbefund wird eine entsprechende weitere gezielte Diagnostik eingeleitet.


In diesem Zusammenhang sind Informationen wichtig wie Heiserkeit, Luftnot, länger bestehende Schluckbeschwerden und Kloßgefühl, tastbare Knoten im Halsbereich, Bestrahlung in der Vorgeschichte, insbesondere in der Kindheit, Aufenthalt in stark bestrahlten Regionen (wie z. B. Tschernobyl) und familiäre Veranlagung.