Lungenkrebs

Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Aussichten auf Heilung

Unter den häufigsten Krebserkrankungen ist der Lungenkrebs die einzige bösartige Erkrankung, die in den letzten Jahren zugenommen hat und auch weiter eine steigende Tendenz aufweist. Während die anderen bösartigen Erkrankungen durch Prophylaxe, Früherkennung, gezielte Diagnostik und an aktuellen Leitlinien orientierten Therapieverfahren zahlenmäßig stagnieren oder gar rückläufig sind, fehlt heute noch immer beim Lungenkrebs das notwendige öffentliche Interesse, und vor allem die erforderliche Infrastruktur für die wirksame Bekämpfung dieser Erkrankung.

Warnungen vor dem Nikotin als größtem Risikofaktor und öffentliche Rauchverbote allein – so wichtig sie für die Vorbeugung sein mögen – reichen längst nicht mehr aus. Erst wenn der Lungenkrebs als Krankheit weiter im öffentlichen Bewusstsein verbreitet ist und wie die anderen großen Krebserkrankungen über eine breite Lobby zu seiner Bekämpfung verfügt, können Maßnahmen der Früherkennung in den Praxen der Hausärzte, Internisten und Lungenfachärzte greifen. Nur durch die frühe Diagnostik können wir durchgreifende Erfolge in der Behandlung erzielen.

Nach der Diagnose "Lungenkrebs" muss – wie bei kaum einer anderen Erkrankung – auf der Basis einer komplexen interdisziplinären Diagnostik frühzeitig die Entscheidung für eine stadiengerechte Therapie getroffen werden. Lungenfacharzt, Radiologe, Nuklearmediziner und Pathologe müssen dabei Hand in Hand arbeiten. In einer interdisziplinären Konferenz wird gemeinsam mit den Thoraxchirurgen und Onkologen die Entscheidung über die nächsten Schritte getroffen.

Operation, Chemotherapie und Bestrahlung
Nur durch eine thoraxchirurgische Operation ist es heute in den frühen Stadien des Lungenkrebses möglich, eine echte Heilung zu erzielen. Aber auch in fortgeschrittenen Stadien kann in so genannten multimodalen Konzepten durch die Kombination aus Operation, Chemotherapie und Bestrahlung ein gutes Ergebnis erzielt werden. Individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt müssen dabei die häufigen Begleiterkrankungen und die funktionellen Reserven der Lunge berücksichtigt werden.

Neben einer gezielten Vorbereitung mit Nikotinkarenz und einer medikamentösen, lungenfachärztlichen Therapie sowie konsequenter krankengymnastischer Atemtherapie zählt eine ausreichend radikale, aber dennoch schonende Operationstechnik unter spezieller Narkoseführung und entsprechender postoperativer, intensivmedizinischer Überwachung heute zu den erforderlichen Standards der erfolgreichen chirurgischen Behandlung. Begleitend kann nach der postoperativen Akutphase neben der fachlich qualifizierten Pflege ein Team aus Psychoonkologen und Sozialarbeitern die Rückkehr in den Alltag – oft auch nach einer entsprechenden Kur – erleichtern. Regelmäßige Nachsorge durch Hausärzte und Lungenfachärzte ist dabei weiter behilflich.

Komplexe Behandlung unter einem Dach
Nach den letzten wissenschaftlichen Erkenntnissen können wir in einzelnen Frühstadien des Lungenkrebses im Anschluss an die Operation durch eine zusätzliche Chemotherapie noch bessere Ergebnisse erzielen. Aber auch bei fortgeschrittenen Stadien kann nach einer vorangegangenen Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung noch eine Operation sinnvoll sein. Dazu ist aber eine enge Zusammenarbeit zwischen Lungenfacharzt, Onkologen, Strahlentherapeut und Thoraxchirurg erforderlich. Nach der Etablierung der Thoraxchirurgie im BETHESDA Krankenhaus ist nun die letzte Lücke in der komplexen Behandlung des Lungenkrebses geschlossen.

Alle erforderlichen Verfahren der Diagnostik und Therapie können heute dem Patienten unter dem Dach unseres Krankenhauses angeboten werden. Durch die entsprechend hohe Fallzahl in diesem Spezialbereich kann die erforderliche Qualität erzielt werden, die dem einzelnen Patienten in diesem Verbund direkt zugute kommt. Infolge der intensiven fachübergreifenden Zusammenarbeit aller Spezialisten unseres Hauses ist die optimale Therapie der Erkrankung "Lungenkrebs" von Anfang an gewährleistet.

Kontakt

Thoraxchirurgie

Ev. Krankenhaus
BETHESDA
Heerstraße 219
(Eingang Königgrätzer Str.)
47053 Duisburg

Leiter
Dr. med. Norbert Koch

Sekretariat
Telefon 0203 6008-1151
Telefax 0203 6008-1199
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n.koch@bethesda.de