Ultraschall der Brustkorborgane

Die gesunde lufthaltige Lunge verhindert normalerweise eine ausreichende Untersuchung, da Luft den Schall nicht entsprechend weiterleitet. Zusätzlich können Knochen (Rippen, Wirbelsäule, Schulterblatt) die Sicht versperren. Wir untersuchen jedoch erkrankte Organe, und dadurch stellt sich die Lunge dar, vor allem wenn die Veränderungen dem Rippenfell anliegen. So lassen sich z.B. Lungenentzündungen, Abszesse, Tumore, Lungenembolien, Rippenfellergüsse und selbst ein Pneumothorax (Kollaps der Lunge) diagnostizieren und können ggf. auch sonografiegesteuert punktiert werden.

Punktionen können so zum Teil einfacher, kostengünstiger und vor allem ohne Strahlenbelastung im Vergleich zur CT-gesteuerten Punktion durchgeführt werden. Hinsichtlich Rippenfellergüssen stellt der Ultraschall die sensitivste Methode dar und bietet bei Punktionen die größte Sicherheit, so dass relevante Komplikationen praktisch auszuschließen sind.

Eine neue, sehr fortschrittliche Methode stellt der endobronchiale Ultraschall dar. Hierdurch lassen sich wie beim Untersuchungsablauf einer Bronchoskopie mittels Ultraschallkopf außerhalb der Bronchien liegende Strukturen (vor allem Lymphknoten) darstellen und gleichzeitig unter Ultraschallsicht punktieren. Dadurch lässt sich vor allem bei Bronchialtumoren, ohne wesentliche Belastung für den Patienten, das Stadium festlegen, welches für die Therapieentscheidung wichtig ist. Oft kann auf eine Mediastinoskopie, eine operative Maßnahme zur Lymphknotengewinnung, verzichtet werden.

Auch die Ultraschalluntersuchung des Herzens stellt in der Pneumologie eine wichtige Methode dar, vor allem im Rahmen der Abklärung einer unklaren Luftnot, einer akuten Rechtsherzbelastung bei einer Lungenembolie oder einen chronischen Rechtsherzbelastung bei fortgeschrittener chronischer Lungenerkrankung, z.B. dem Lungenemphysem.

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Medizinische Klinik III
Pneumologie

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