Tumorerkrankungen

Einen der Hauptschwerpunkte unserer Abteilung stellen Diagnostik und Therapie von Tumorerkrankungen der Bronchien, der Lunge und des Rippenfells sowie der Lymphknoten innerhalb des Brustkorbes dar. In erster Linie spielen Lungenkrebs (Bronchialkarzinom), Rippenfelltumoren (Pleuramesotheliom) und Metastasen anderer Organtumoren (z.B. in der Brust oder im Darm) eine Rolle.

Die mit Abstand führende Ursache bei Lungenkrebs ist - wie bei der chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD) - das Rauchen, aber auch berufliche oder Umweltfaktoren können dafür verantwortlich sein. Über 40.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Lungenkrebs. Bei Männern steht der Lungenkrebs an erster Stelle der Tumor-Todesursachen, bei Frauen nach dem Brusttumor an zweiter Stelle. Bei Diagnosestellung sind bereits zwei Drittel aller Patienten aufgrund der Tumorausdehnung und/oder der Lungenfunktionseinschränkung nicht mehr operationsfähig.

Ein großer Vorteil in unserer Klinik besteht darin, dass eine komplette Diagnostik und Therapie des Bronchialkarzinoms unter einem Dach in unserem Lungenzentrum durchgeführt werden können. Hier ist besonders hervorzuheben, dass von der stationären Aufnahme an die Patienten gemeinsam von Pneumologen und Thoraxchirurgen gesehen werden. Die Diagnostik kann, da alle erforderlichen Fachabteilungen im Hause sind - Pneumologie, Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie und Thoraxchirurgie - schnell und kompetent erfolgen.

Interdisziplinäre Tumorkonferenzen
Die Ergebnisse werden in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen und dem Patienten kann ein entsprechender Therapievorschlag gemacht werden. Besteht eine Operationsfähigkeit, wird der Patient thoraxchirurgisch weiterbetreut. Ist von einer primären Inoperabilität auszugehen, ist - in Abhängigkeit vom Tumortyp und dem Allgemeinzustand des Patienten - eine Chemotherapie in unserer Abteilung oder in einer onkologischen Fachpraxis möglich oder eine Bestrahlung in der im Hause ansässigen Strahlentherapie. In Einzelfällen kann eine kombinierte Chemo- und Strahlentherapie in Betracht kommen, um ggf. einen operablen Zustand durch eine Tumorverkleinerung zu erreichen (so genannte neoadjuvante Therapie).

Häufig sind auch bösartige Rippenfellergüsse durch Bronchialkarzinome oder Absiedlungen (Metastasen) anderer Tumoren, in erster Linie der Brust aber auch des Magen-, Darmtraktes und der Nieren. Hier kann eine Ergussentlastung mittels Drainage rasche Erleichterung bringen. Bei schnell nachlaufendem Erguss ist auch eine Thorakoskopie (Spiegelung des Rippenfellraumes) sinnvoll, mit der Möglichkeit Talkumpuder einzubringen (so genannte Talkumpoudrage), um dadurch eine Verklebung zu erreichen.

Auch wenn Lungentumore heute, trotz der Fortschritte in Diagnostik und Therapie, immer noch eine relativ schlechte Prognose haben, ist das Ziel der Behandlung, die Tumorausbreitung aufzuhalten, die Lebensqualität zu verbessern und die Überlebenszeit zu verlängern. Hierzu leisten auch eine psychoonkologische Betreuung und die Möglichkeit einer palliativ-medizinischen Betreuung ihren Beitrag.

Kontakt

Medizinische Klinik III
Pneumologie

Ev. Krankenhaus
BETHESDA
Heerstraße 219
(Eingang Königgrätzer Str.)
47053 Duisburg

Chefarzt
Dr. med. Clemens Maurer

Sekretariat
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Telefon 0203 6008-1331
Telefax 0203 6008-1349
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