Viele Raucher, die aufhören möchten, schaffen es nicht alleine. Um dieses Thema geht es bei einer Infoveranstaltung der "Patientenliga Atemwegserkrankungen" und der lungenfachärztlichen Abteilung des BETHESDA Krankenhauses. Denn die Zigarrettenindustrie hat Macht. Durch bislang legale Maßnahmen bei der Trocknung des Tabaks oder der Einsatz so genannter Ammonium-Technologie, mit der in Rauchapparaturen gemessene Nikotinwerte nach unten manipuliert werden können, erhöht sich das Abhängigkeitspotential des Nikotins und reicht durchaus an das des Heroins. Rauchen ist in Deutschland heute für eine hohe Zahl an Erkrankungen und viele Tausende Tote im Jahr verantwortlich. Es ist die Hauptursache für Lungenkrebs, die COPD und das Lungenemphysem, Herzinfarkt und Schlaganfall, aber auch für Kehlkopf-, Speiseröhren- und Blasenkrebs.
Dabei wurde der Tabak um 1560 von Jean Nicot als Heil- und Zierpflanze in Europa eingeführt. Seitdem hat die Pflanze einen erstaunlichen Siegeszug erlebt. Um 1630 wird erstmals Tabakanbau in Deutschland erwähnt. Die erste deutsche Zigarettenfabrik geht 1862 in Betrieb, so dass Tabak einer immer breiteren Bevölkerungsschicht zur Verfügung steht. Der ursächliche Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs wird bereits 1964 nachgewiesen.
Neben Nikotin, einem potentiell starken Nervengift, enthält Tabak heutzutage rund 4000 verschiedene Stoffe, von denen ca. 200 krebserregend sind. Unter anderem finden sich darin polyzyklische Aromate, Formaldehyd, Benzol, Arsen, Cadmium und Dioxin.
Beim Infoabend werden den Besuchern konkrete Tipps zum Aufhören an die Hand gegeben. Es spricht Chefarzt Dr. Clemens Maurer. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 19. Januar, um 18 Uhr im Ärztebesprechungsraum in der 1. Etage des BETHESDA statt. Patienten und Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.
- Bei weiteren Fragen: Tel. 0203 6008-1331