Um den Einfluss von Lungenerkrankungen auf das Herz und umgekehrt geht es bei einer Informationsveranstaltung im BETHESDA Krankenhaus. Die Zahl der chronische Lungenerkrankungen, vor allem die so genannte COPD, wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Seit Jahren ist bekannt, dass gerade chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen auch andere Organe in Mitleidenschaft ziehen können. So kann sich das Herz unter der chronischen Belastung mit eingeschränkter Sauerstoffversorgung und erhöhter Druckbelastung krankhaft verändern und sich zu einem "chronischen Lungenherz" (Cor pulmonale) entwickeln. Bei zunehmender Rechtsherzbelastung treten Luftnot, Rippenfellergüsse und dicke Beine (Ödeme) auf. Die COPD stellt einen unabhängigen Risikofaktor auch für andere Herz-Kreislauferkrankungen dar, mit einem zwei- bis fünffach erhöhten Risiko. So sind Herzrhythmusstörungen möglich, begünstigt durch die Erkrankung oder die bronchialerweiternde Therapie.

Andersherum können auch Herzerkrankungen die Atmung beeinträchtigen, sei es durch Wasseransammlungen in der Lunge und im Rippenfellraum oder durch das Auftreten eines krankhaften Atemmusters, der so genannten periodischen Atmung. Bei beidem kann über eine nicht-invasive Atemunterstützung mittels Maske eine rasche Besserung erreicht werden.

Herz und Lunge sind als zusammenhängendes Organsystem zu sehen. Erkrankungen des einen Organs können daher Auswirkungen auf das andere haben. Daher ist es wichtig, sich nicht nur um das primär betroffene Organ zu kümmern, sondern auch die Auswirkungen auf andere Organe in Betracht zu ziehen. Die Patientenliga Atemwegserkrankungen und die lungenfachärztliche Abteilung des Bethesda-Johanniter-Klinikums laden zu einem Vortrag und Infoabend über dieses Thema ein. Es spricht der Chefarzt der Pneumologie, Herr Dr. Clemens Maurer. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 10. März 2010, um 18 Uhr in der Personalcafeteria des BETHESDA statt. Patienten und Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

  • Näheres unter Tel. 0203 6008-1331