Die Hebammenschule

In der Hebammenschule unseres Hauses werden 50 Schülerinnen in drei Kursen theoretisch und praktisch drei Jahre lang auf den Hebammenberuf vorbereitet. Als staatlich examinierte Hebammen können sie ihren Beruf in der Klinik, im ambulanten und im häuslichen Bereich ausüben. Die Schwerpunkte der theoretischen Ausbildung sind Naturwissenschaften, Sozial- und Geisteswissenschaften sowie Hebammen- und Pflegetätigkeiten. Für die Vermittlung der Lerninhalte sind Lehrerinnen für Hebammenwesen und Fachdozentinnen und -dozenten zuständig.

Alle Unterrichtsinhalte werden, speziell auf das Berufsbild der Hebamme ausgerichtet, vermittelt. 75 % der festangestellten Lehrkräfte sind akademisch weiter gebildet. Für die Vermittlung der Lerninhalte stehen in der Praxis in jedem Ausbildungskreißsaal zwischen zwei und vier Hebammen zur Verfügung, die eine qualifizierte, mindestens 200-stündige Weiterbildung zur Praxisanleiterin absolviert haben.

Die praktische Ausbildung der Schülerinnen erfolgt neben Übungen an Modellen durch zahlreiche praktische Einsätze in den Bereichen Entbindungsabteilungen, Wochenstation, Neugeborenenzimmer, Hebammenpraxis, Kinderklinik, OP und operative/nichtoperative Pflegestation. Während dieser praktischen Einsätze werden die Schülerinnen von Hebammen und Pflegekräften der Abteilungen in die Aufgaben einer Hebamme eingeführt. Sie betreuen unter Anleitung die Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen, ihre Familien und andere Patienten. Praxisanleiterinnen und Lehrerinnen der Hebammenschule unterstützen anleitend und begleitend die Schülerinnen im praktischen Lernprozess.Im nachfolgenden Unterrichtsblock werden die Praxiseinsätze jeweils reflektiert.

Innerhalb der praktischen Ausbildung kooperiert die Hebammenschule mit dem Krankenhaus Bethanien in Moers und dem Florence-Nightingale-Krankenhaus in Düsseldorf-Kaiserswerth. In beiden Häusern werden auch praktische Einsätze absolviert. Die Schülerinnen lernen auch das Arbeitsfeld der freiberuflichen Hebamme im Rahmen eines mehrwöchigen so genannten Externates kennen. Dieses erfolgt bei einer freiberuflichen Hebamme, in einer Hebammenpraxis oder einem Geburtshaus. Die Schülerinnen setzen sich sowohl mit den neusten medizinischen Überwachungsmethoden als auch mit alternativen Verfahren auseinander. Sie lernen es, die Frauen und Familien in ihren Ressourcen zu unterstützen und den natürlichen Geburtsvorgang mit zum Beispiel aufrechten Gebärpositionen zu fördern.

Für eine erfolgreiche Bewältigung der beruflichen Anforderungen ist eine positive Lebenseinstellung, Ausgeglichenheit, Lernbereitschaft, verständnisvolle Geduld und ruhiges, zielgerichtetes Handeln erforderlich.

Wir fühlen uns dem Leitbild des BETHESDA Krankenhauses verpflichtet. Wir fördern Entwicklungsprozesse und die Bereitschaft, Leistungen zu verbessern, aber auch Grenzen anzuerkennen. Wir bieten Ihnen Beratung und Unterstützung. Kritik verstehen wir als Chance zur Verbesserung. Wir geben Raum zum Lernen, wobei Lernende und Lehrende Verantwortung für den gesamten Lernprozess übernehmen.

Ausbildungsbeginn ist jährlich am 1. Juli. Die praktischen Einsätze erfolgen in Früh-, Zwischen-, Spät- und Nachtdienst sowie an den Wochenenden. Der theoretische Unterricht findet in Unterrichtsblöcken statt. Die Urlaubszeiten werden von der Schule festgelegt. Wohnmöglichkeiten bestehen im Personalwohnheim des Hauses. Die Kooperationskliniken liegen in einem Umkreis von 20 km und sind daher von Duisburg aus gut erreichbar. Eine Personalcafeteria steht zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Hebammenausbildung und zum Berufsbild der Hebamme sind über die Berufsverbände zu erhalten:

Deutscher Hebammenverband
www.hebammenverband.de
www.hebammen-nrw.de

Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands
www.bfhd.de

Der Hebammenschule angeschlossen ist das Hebammenfortbildungszentrum (HFZ).

Kontakt

Hebammenschule

Ev. Krankenhaus
BETHESDA
Heerstraße 219
(Eingang Königgrätzer Str.)
47053 Duisburg

Sekretariat
Telefon 0203 6008-1806, -1807, 1808
hebammenschule@bethesda.de
hfz@bethesda.de